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Nie mehr derselbe

Die Vibrationen meines Motorrads waren bis in meine Lenden zu spüren. Ich fuhr nicht schnell, ich fuhr gemütlich. Und ich fuhr ohne Licht, obwohl es weit nach Mitternacht war.

Das hatte seinen Grund. Dieser Weg auf dem Damm, der den Glabbacher vom Hinsbecker Bruch trennte war für Fahrzeuge gesperrt. Ich fuhr ihn trotzdem, aber deswegen in der Nacht unsichtbar. Das Mondlicht war hell genug, den breiten Fußweg zwischen den beiden Seen gut erkennen zu lassen.

Es war eine warme Julinacht. Die Stickigkeit und Enge in meinem Zimmer hatte mich noch nach Mitternacht aufs Motorrad steigen lassen. Eine Stunde den Wind fühlen, frei sein, leben. Das war es. Durch dunklen Buchenwald, vorbei an Ruinen eines verlassenen Flugplatzes, es war herrlich. Ich lebte auf. Das Gebäude des Krickenbecker Schlosses grüßte von links, dann löschte ich das Licht, und es ging auf den verbotenen Damm, über den ich durch Hombergen die Höhen der Hinsbecker Schweiz erreichen wollte.

Rechts eine hölzerne, aber stabile Aussichtsplattform, mitten im Schilf. Ein stabiles, hölzernes Geländer sicherte sie zum Wasser hin. Rast machen am Wasser, bevor es auf die Höhen ging, das lockte mich. Ich wollte mein Motorrad nicht unbewacht auf dem Weg stehen lassen, fuhr deshalb langsam auf den wohl dreißig Meter breiten Steg, stellte mein Rad in der Nähe des Geländers ab.
Ich genoss die Stille, nur unterbrochen von Grillen, dem Glucksen des Wassers unter den Planken. Gelegentlich ein Schnattern einer Ente oder das Quaken eines Frosches, untermalt von dem Säuseln einer leichten, warmen Brise. Ich war etwa zwanzig Kilometer von zu Hause entfernt und wie in einer anderen, friedvollen Welt. Allein. Mutterseelenallein. Oder doch nicht?

In diesem Moment sah ich ihn. Wie hatte ich ihn übersehen können? Oder besser, ich hörte, wie er sich räusperte, und dann erst sah ich ihn. Er stand im Schatten einer Birke am anderen Ende des Stegs.
„Nettes Motorrad“, kommentierte er in einer tiefen, männlichen Stimme, als er zu mir herüberkam. Ziemlich abgetragene und ausgewaschene Jeans umspannten eng seine Schenkel und Lenden, und ein helles T-Shirt war über seine rechte Schulter geworfen. Es war über zwanzig Grad, warm genug, hier mit freiem Oberkörper zu stehen. Ich kann nicht sagen, dass mich diese unerwartete Begegnung störte. Er hatte einen recht athletischen Körperbau, aber ohne das Aussehen von einem, der sich nur in der Muckibude rumtreibt. Sein Gesicht hatte dieses verwegene, scheißegal-ob-ich-rasiert-bin Aussehen. Dunkle Haare, kurz geschnitten, ein wenig hochstehend, wie eine Bürste. Er mochte Mitte zwanzig sein.
Mein Sturzhelm lag auf der Sitzbank, nun zog ich mir die Lederhandschuhe aus, und einer fiel zu Boden, direkt neben ihn. Ich kämpfte darum, nicht die Balance zu verlieren, als ich mich danach bückte und bemüht war, den Kerl nicht zu berühren. Ich versuchte mich deshalb am Geländer festzuhalten. Er packte mich fest am Arm, half mir das Gleichgewicht wiederzufinden. Ich starrte auf seine Hand an meinem Arm, dann in seine dunklen Augen. Irgendetwas berührte mich, kroch in mich, dass sich die Härchen auf meinem Unterarm aufstellten. Ich glaubte, den Anflug eines zynischen Grinsens in seinem Mundwinkel zu sehen, aber wahrscheinlich irrte ich mich.

Ein kurzer Smalltalk konnte nicht schaden.
„Ja, das ist eine Cagiva“, beantwortete ich seine Frage.
„Ah, eine italienische. Zweitakter?“
„Ja. Fährst du auch Motorrad?”
„Jetzt nicht mehr. Schrott.”
Das übliche Blabla. Aber diese dunklen Augen. Ich verlor mich in ihnen. Und ich wusste es. Wieder das Grinsen. Diesmal war ich sicher.

„Was?” fragte ich beunruhigt über meine Reaktion auf ihn.
Er schüttelte angedeutet seinen Kopf und sein Grinsen wurde breiter.
„Was, nun?“ forderte ich.
Nun beugte er sich zu mir. Seine Lippen strichen fast über mein Ohr.
„Ich werde dich nehmen, bevor die Nacht zu Ende ist. Hier über das Geländer gebeugt, mein Schwanz tief in deinem Arsch…“
Wie in einem Reflex bewegte ich mich einen Schritt weg von ihm und verlor fast wieder mein Gleichgewicht. Um die Wahrheit zu sagen, mein inneres Gleichgewicht war gestört von dem Augenblick an, als ich ihm in die Augen geblickt hatte.
„Was für eine Scheiße!“ stieß ich aus. „Was bist du für ein verdammt arroganter Bastard!“
„Nun krieg mal keinen Schiss”, protzte er. „Ich werde dich nicht vergewaltigen. Du wirst es wollen. Ich kann warten, bis du mich danach fragst.“

War dieser Kerl normal? Dunkelheit oder nicht, fast zwei Uhr, aber ich wollte es diesem egozentrischen Verrückten zeigen. Echt jetzt. Das würde lustig, dachte ich. Super. Game on.
Er schien meinen Sinneswandel zu erkennen, denn seine Augen schlossen sich kurz und fast unmerklich. Dann richtete er sich auf, nahm seine Hand von meinem Arm. Mein Unterarm vermisste schon die Wärme der Berührung. Ich versuchte, das Gefühl abzuschütteln. Er ging schon weg von mir, setzte sich an der Stegkante auf den Boden, ließ seine Beine in Richtung Wasser baumeln und hing seine Arme über die untere Querstrebe des Geländers. Er vermutete wohl, ich würde ihm Gesellschaft leisten.

Ich zögerte einen Moment, immer noch ein wenig unentschlossen. Ach was, zur Hölle damit. Ich stakte herüber zu ihm, setzte mich und zog mir die Schuhe aus.
„Glaubst du an Außerirdische?“ fragte er mich
„Nicht unbedingt, aber das Thema fasziniert mich“
Interessante Taktik, dachte ich bei mir selbst.

Bevor es mir bewusst wurde, war eine Stunde vergangen. Wir hatten über Gott und die Welt gesprochen, sahen den Mond über dem Wasser untergehen, über das er einen silbernen Schimmer warf.
Nicht ein einziges Mal in dieser Stunde hatte er mich angefasst, auch nicht die geringste sexuelle Andeutung gemacht. Ich begann, zu überlegen, ob ich diese provozierenden Worte vorhin von ihm nur geträumt hatte.

Er nahm mich gefangen, zuerst unbemerkt. Dann bemerkte ich erstaunt, dass ich unterbewusst einen Grund fand, mich ein wenig zu bewegen, ein wenig herum zu zappeln, um ihm dann allmählich näher zu kommen. Nun waren wir uns sehr nah. Ich konnte die Wärmestrahlung seines Körpers fühlen, obwohl wir uns nicht wirklich berührten. Es fühlte sich so an, als ob die Härchen auf meinem Arm von ihm angezogen würden, versuchten, in Kontakt mit ihm zu kommen, um den Stromkreis zu schließen. Er hatte bisher noch keine Bewegung auf mich zu gemacht, und ich versuchte, ihn mit meinem Willen näher zu zwingen.

„…und ich glaube, man kann wirklich die Vernetzung mit allen oder dem einen fühlen, wenn man sich einander intim hingibt und sich verbindet…“
Seine tiefe Stimme wurde lockend leiser, als er den Gedanken beendete.

Das war’s dann. Ich konnte es nicht mehr länger ertragen. Ich musste ihn berühren. Ich überwand die letzten Zentimeter, die uns trennten und legte meine Hand auf seinen Oberschenkel. Er platzierte seine Hand auf meiner, und zum ersten Mal nach einer Stunde Reden saßen wir schweigend. Ich fühlte eine irritierende Kombination von Geborgenheit und großem Verlangen. Meine Hose wurde unbequem eng.

Ich beugte mich zu ihm herüber und legte meinen Kopf auf seine Schulter. Er nahm seine Hand von meiner, legte seinen Arm um meine Schulter und zog mich näher an sich. Das nächtliche Konzert der Grillen, Frösche und Enten setzte sich fort, während ich leise seufzte und fühlte, wie mein Widerstand allmählich bröckelte.

Nach einiger Zeit musste er sich hinstellen, um seine eingeschlafenen Beine auszustrecken. Er reichte mir die Hand, als ich ebenfalls aufstand. Ich sah zu ihm heraus und war verloren in den tiefen Seen seiner Augen. Unsere Lippen trafen sich, zuerst zaghaft, aber dann fordernder. Atemlos trennten wir uns, umarmten uns wieder. Ich fühlte den harten Schaft seines Penis gepresst gegen meinen, und ich wurde fast verrückt vor Verlangen, Begierde und Angst. Obwohl ich schon einundzwanzig war, war ich noch nie mit einem Mann zusammen. Phantasiert, ja. Davon geträumt, ja. Mich bis zum Wundwerden gewichst, ja. Aber die wirkliche Sache noch nie.
Aber jetzt. Ich wollte ihn. Mit Haut und Haaren. In mir. Die ganze Sache. Mich nehmen. Mich ficken.

Ich drehte mich wieder zum Geländer, hoffte, er käme hinter mich. Ich wollte ihn an meinem Arsch fühlen. Er sollte seinen Schwanz an mir reiben, den Balztanz beginnen. Stattdessen lehnte er neben mir am Geländer, immer noch schweigend. Ich legte meine Hand auf seinen Arm, schmiegte mich an ihn. Er erwidert es, und gemeinsam starrten wir ins Mondlicht, über den See, die Wellen auf dem Wasser. Minuten vergingen. Sie fühlten sich wie Stunden an. Mein Verlangen verschlang mich. Ich fühlte mich, als würde ich ohne diese Vereinigung aufhören zu existieren, ohne diese Erfüllung, ohne Penetration, ohne, dass er bis in meinen innersten Kern drang.

Mit leiser Stimme hörte ich mich selbst es sagen. Die Worte sprudelten aus mir, und ich konnte sie nicht stoppen.
„Bitte. Bitte komm hinter mich. Press dich an mich…”

Und er kam hinter mich. Er presste seinen Körper gegen mich. Und ich fühlte seine Erektion an meiner Ritze. Er zog mich an sich. Ich brannte, ich wollte genommen werden. Ich musste genommen werden. Ich brauchte es. Jetzt. Aber er bewegte sich nicht, er hielt mich nur, küsste mein Ohr. Das ungestillte Verlangen tötete mich.

Weitere Worte flossen von meinen Lippen. Ich verlor alle Kontrolle.
„Bitte. Bitte mach’ es. Nimm mich jetzt. Ich brauche es. Bitte…”
Er stöhnte und presste seinen steifen Schwanz fester gegen meinen Arsch, einmal, zweimal. Dann trat er einen Schritt zurück, zog mir geschickt meine Hose und Boxershorts aus, stieg entschlossen aus seinen Jeans. Er holte Gleitgel aus seiner Hosentasche, verteilte es unter meinen scheuen Blicken auf seinem steil aufragenden Rohr.
„Beine auseinander.“

Mit einem Schubs auf meinen Rücken beugte er mich über das Geländer.
„Bist du bereit zum Endgültigen?” flüsterte er mir mit heiserer Stimme zu.
Es war so, als ob diese Worte meine immer noch versteckt vorhandenen Vorbehalte eliminierten. Ja, ich wollte es, sehnte es herbei.
Langsam bewegte er sich vorwärts, presste seine glänzende Eichel an mein zitterndes, jungfräuliches Loch. Ich versuchte mich so gut zu entspannen, wie ich konnte, fühlte, wie sich mein Schließmuskel schmerzlich weitete und öffnete. Mein Lover stöhnte leise, als der enge Ring schließlich nachgab und ihm die Passage in mein Inneres erlaubte. Ich erlebte, wie seine Eichel ihn zum ersten Mal durchstieß, und mein Schrei drückte Freude, Erfüllung und auch ein wenig Schmerz aus. Er presste weiter, bis allmählich sein Penis mich mit ganzer Länge füllte. Ich fühlte mich so vollkommen, so gedehnt, so erweitert. Er lag nun in engem Kontakt zu mir, und ich versuchte zu atmen.

Er war in mir, füllte mich. Ich war penetriert, vereinigt. Ich war nicht mehr allein in dieser Welt, ich war verbunden, defloriert. Ein tiefer Seufzer der Befriedigung kam von meinen Lippen. Er beugte sich vor, packte meine Schultern, hatte mich dadurch voll im Griff. In dieser Position begann er mich zu ficken. Zuerst sanft und rücksichtvoll, mit langen, fließenden Stößen. Ab und zu änderte er die Richtung, massierte andere Regionen meines Lustkanals.
Ja, ich wollte das. Ich hatte das gewollt, bevor ich wusste, dass ich das gewollt hatte. Ich stieß ihm meinen Arsch entgegen, und unsere Geschwindigkeit nahm zu.

Ich bibberte vor Lust, als der lange, harte Penis mich pfählte. Der anfängliche Schmerz war vergangen und wurde ersetzt durch ein unglaubliches Gefühl der Lust. Sein Schwanz schien bei jedem Vorstoßen die Unterseite meines Magens zu reizen. Beim Zurückziehen spannte ich meinen Schließmuskel an. Ich wollte den Freudenspender in mir behalten, auf immer und ewig.
Ich fühlte, wie er mich füllte, wieder und wieder und wieder. Er erfüllte mein Verlangen. Ich wollte jeden Zentimeter von dem, was er mir gab. Nun fickte er mich härter, unnachgiebiger und zügiger. Er war entschlossen, mich vollständiger zu besitzen, als er es vorher schon getan hatte, und genau das sehnte ich herbei. Seine Atemzüge wurden hörbar und schneller. Das Blut rauschte in meinen Adern.

Allein meine Hingabe feuerte ihn an, mein Körper bettelte um mehr. Das erhöhte seine Lust, er war entschlossen, mich willenlosen Jungen abgrundtief zu pfählen, tiefer und gründlicher, immer härter. Sein Griff an meiner Schulter wurde wie eine Schraubzwinge. Mit aller Kraft zog er mich zu sich, rammte mitleidslos meinen Körper. Leidenschaft wurde fühlbar in seinem heißen Atem.
Mein Inneres war wie ein heißer Ofen, und er schürte das Feuer mit jedem mächtigen Stoß. Mein kompletter Körper zuckte, alle Muskeln spannten sich an. Wellen der Lust überspülten mich bei jedem Eindringen der unnachsichtigen Waffe. Ich gab mich hin, musste mich hingeben, ergab mich der begehrlichen Lust, mich von ihm verwüsten, nehmen, füllen zu lassen. Die Gefühle waren so intensiv, dass wir beide uns nicht länger zurückhalten konnten. Nun nahte unausweichlich der Höhepunkt.

Er stieß abgrundtief in mich. Der nächtliche See verschwamm vor meinen Augen. Die Gefühle in mir löschten alles andere aus, außer der Begierde, ihn so tief wie möglich in mir zu haben. Ich begann zu wimmern, als meine randvollen Eier das unwiderstehliche Bedürfnis bekamen, sich zu entladen. Schweiß tropfte mir aus allen Poren, als das Tempo unseres Ficks den Gipfelpunkt erreichte. Wie in einem Traum pfählte mich sein Schwanz, trotz der kühlenden Nachtluft überwältigte die versengende Hitze uns beide.

Noch zwei, drei weitere Stöße, dann wurde sein Schwanz noch härter in mir. Ich fühlte, wie sein Same mich füllte, und ich drücke mich an ihn, um ihn in mir zu halten. Dann explodierte mein Phallus, ohne, das sich ihn berührt hätte.
Ich sah Sterne. Ich sah Licht. Ich sah das Universum. Wir waren eins. Ich war gefickt worden. Defloriert. Gefüllt. Endlich.

Ich würde nie mehr derselbe sein.


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